Tun Mütter nicht genug, oder weshalb ist nur einmal im
Jahr Muttertag? Sie sind es doch, die die Familie in Gang hält, ohne sie läuft
doch nichts. Mütter schmeißen den Haushalt (kochen, putzen, waschen, einkaufen),
erziehen Kinder - manchmal auch länger (Hotel Mama), gehen meistens noch einer
Beschäftigung nach, umsorgen den Mann - falls vorhanden, oder halten ihm den
Rücken frei - unterstützen ihn, während er die Karriereleiter hochklettert, spielen
Babysitter für Enkel - wenn welche vorhanden sind, sind Hobbypsychologin für
liebeskranke Teenager oder eine gute Freundin - zumeist für die eigene Tochter.
Mütter sollen zudem noch topgepflegt und gestylt
aussehen, und hochmotiviert an ehrenamtliche Aufgaben in Kindergarten oder
Schulen teilnehmen. Und zu guter Letzt, übernehmen sie oftmals auch noch die Pflege
der eigenen oder der Schwiegereltern. Das alles tun Mütter - ein Allrounder für
alle Zwecke.
Ich bin auch Mutter von zwei erwachsenen Kindern, die
zurzeit noch mit im gemeinsamen Haushalt leben. Das Miteinander ist nicht immer
leicht - verschiedene Lebensweisen treffen
auf einander und führen manchmal zu Spannungen. Da müssen Kompromisse bzw.
Regeln herhalten und sie von allen Familienmitgliedern konsequent eingehalten
werden. Aber, wie Mütter manchmal so sind, drücken sie auch mal ein Auge zu,
wenn der Laden mal nicht so läuft, wie geplant.
Ich habe mich damals für das Muttersein entschieden, obwohl
mir nicht so recht klar war, was es heißt eine Mutter zu sein. Es ist eine Lebensaufgabe,
die man niemals mit einem Job/Arbeit vergleichen kann - dafür sind die Aufgaben
zu umfangreich. Würde ich mich heute genauso wieder für die „Mutterwelt“
entscheiden: „Ja“! Denn diese Herausforderung, wird niemals langweilig und
bereichert mein Leben.